Château Pink

In einer Villengegend in Belgien steht ein richtig schickes Château an einem edel gepflegten Kreisverkehr, der mit seinem prachtvollen Wasserspeil eher ein einen kleinen See als an eine Verkehrsinsel erinnert. Auch der Garten wurde kurioserweise die ganze Zeit gepflegt und die Nachbarn machten eher den Eindruck, dass der Tourismus sie nervt, als die Ruine die dort steht.
Als ich dort hingefahren bin, habe ich auch nicht damit gerechnet überhaupt rein zu kommen da ich ca 3 Monate vorher gehört habe das wider alles unternommen wurde, damit dort niemand mehr rein kommt. Aber für ein so edlen Lost Place der so bekannt ist, sind 3 Monate auch eine lange Zeit! Also Parkplatz gesucht und nach einem Loch geschaut.

Drin war ich dann recht überrascht das alles noch komplett ohne Vandalismus vorzufinden war. Ich war hin und weg!

Aufgrund der Vergangenheit wurde Pink auch Château Cana genannt. Das kam daher, da der Eigentümer wohl auf dem Dachboden Drogen angepflanzt hat. Die wilde Elektrik, die er dort verlegt hatte, führte dann wohl eines Tages zu einem Kabelbrand, der nicht nur die Feuerwehr anrücken ließ, sondern auch die Polizei. Durch den gewerbsmäßigen anbau von Drogen nahm alles seinen juristischen Weg und das Haus wurde mit dem Brandschaden sich selbst überlassen.

Seit Ende 2017 ist das Château auch verkauft und der neue Eigentümer hat als erstes eine Alarmanlage installiert. Wer also noch nicht dort war, sollte es auch für die Zukunft sein lassen. Ohne aufbrechen geht da eh nichts mehr und wer es dennoch macht löst den stillen Alarm aus. Da die nächste Wache nicht weit weg ist, hat man in der Regel unter 2 Minuten Zeit, bis man unhöflich herausgetragen wird.

Wie auch immer. Mich freut es sehr das nun endlich das schöne Château saniert und renoviert wird und nicht komplett verfällt.

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